2026-09-19 Nachtturnier im Hüttertal

Am Samstag ging es für uns zum Nachtturnier nach Radeberg ins Hüttertal. Schon die Startzeit war für uns ungewöhnlich angenehm: 14 Uhr. Normalerweise bedeutet ein Turniertag Registrierung um 8 oder 9 Uhr und für uns entsprechend Abfahrt gegen 4 oder 5 Uhr morgens. Diesmal konnten wir also fast ausschlafen. 😄

Ganz entspannt wurde die Anreise trotzdem nicht. Die Strecke dauerte länger als gedacht und unterwegs war schon klar: Das wird knapp. Also musste Mark seine Aufwärmübungen kurzerhand im Auto machen. Da das Frühstück außerdem schon ziemlich lange zurücklag, gehörte noch ein taktischer Zwischenstopp bei McDonald’s zur Turniervorbereitung. 😉

Am Platz angekommen, blieben uns noch ungefähr fünf Minuten bis zum Einschießen – die erste Passe hatten wir bereits verpasst. Der Start auf 50 Meter war entsprechend etwas hektisch. Zusätzlich merkten wir schnell, dass einige Pfeile an diesem Tag ihre ganz eigenen Vorstellungen davon hatten, wohin sie fliegen wollten. Bis etwa zur Mitte der Runde hatten wir schließlich drei zuverlässige Pfeile gefunden – und ab da ging das Ergebnis deutlich nach oben. Am Ende standen sehr gute 310 Ringe auf 50 Meter.

Nach einer kleinen Pause ging es auf 30 Meter weiter. Dort lief es von Anfang an deutlich ruhiger: 338 Ringe. Nach den ersten beiden Distanzen hatte Mark damit bereits 648 Ringe, 27 Zehner und 10 X auf dem Konto.

Danach hieß es warten. Etwas mehr als eine Stunde bis zum Sonnenuntergang. Die Wettervorhersage hatte vorher Regen angekündigt, aber wir hatten großes Glück: kein Regen und praktisch kein Wind bis zur Abfahrt.

Als es schließlich dunkel war, wurden die Scheiben beleuchtet – und wir entdeckten unser nächstes Problem. Marks Visierpin mit dem dünnen Lichtleiter funktioniert normalerweise selbst bei wenig Licht erstaunlich gut. Ohne Sonnenlicht war davon allerdings fast nichts mehr zu sehen. Damit wurde aus dem Nachtturnier plötzlich tatsächlich ein Nachtturnier. 😄 Trotzdem kamen noch einmal 320 Ringe auf 30 Meter dazu.

Besonders unterhaltsam war der Blick auf die Nachbarscheiben: Hin und wieder verschwand irgendwo ein Pfeil komplett in der Dunkelheit. Bei manchen Exemplaren hatte man das Gefühl, dass ihre Suche besser auf den nächsten Morgen verschoben werden sollte. 😄 Die beleuchteten Scheiben mitten im dunklen Wald, die kleinen Feuerstellen und das ruhige Wetter sorgten insgesamt für eine richtig besondere und gemütliche Atmosphäre. Rauch oder Funken störten dabei überhaupt nicht.

Bei der Siegerehrung kam dann noch eine schöne Überraschung. Marks Ergebnis wurde vom Kampfrichter ausdrücklich hervorgehoben und die einzelnen Resultate noch einmal genannt: 310 – 338 – 320, insgesamt 968 Ringe. Darüber hat Mark sich natürlich sehr gefreut. In der Klasse U15 männlich Recurve bedeutete das Platz 1. Nur eine Medaille hätte das Ganze noch etwas schöner gemacht – diesmal gab es „nur“ eine Urkunde. 😉

Für uns steht jedenfalls fest: Wenn das Wetter mitspielt, fahren wir nächstes Jahr wieder nach Radeberg. Und dann vielleicht gleich mit einer PSV-Mannschaft – bei rund 2.500 benötigten Mannschaftsringen wäre der Pokal dieses Jahr durchaus in Reichweite gewesen. 😎

Familie Mittelstein